Kanada und Deutschland stärken Partnerschaft

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Treffen Kanada und Deutschland

Treffen Kanada und Deutschland


Der deutsche Verteidigungsminister Thomas De Maizière hat in Kanada seinen kanadischen Kollegen Peter MacKay getroffen hatte. Dabei erklärten beide, dass sie ihre militärische Zusammenarbeit ausbauen wollen. Das kanadische Militär soll demnach den Flughafen Köln-Bonn künftig als Drehkreuz zur Verlegung von Truppen und Material nutzen. Bisher war Kanada auf die US-Stützpunkte angewiesen. Köln-Bonn hat jedoch den Vorteil, dass dort Nachtflüge erlaubt sind. Die Entscheidung unterstreicht aber auch die Wende zu einer breiteren Partnerschaft mit Nordamerika, die nicht länger nur an den USA hängt.

Kanada gewinnt weltweit an Profil, und dies zeigt sich auch in Deutschlands Öffnung. MacKay bedankte sich bei de Maizière auch für die deutsche Unterstützung in Afghanistan in den vergangenen Jahren – vor allem für die Lieferung von 20 Leopard-2-Kampfpanzern. Der Leopard 2 zählt zu den Exportschlagern der deutschen Rüstungsindustrie. Die kanadischen Streitkräfte waren in der heftig umkämpften Süd-Provinz Kandahar zusammen mit den US-Amerikanern im Einsatz. Als einer der ersten großen Truppensteller am Hindukusch hat Ottawa im vergangenen Jahr den Kampfeinsatz beendet. Jetzt sind die Kanadier nur noch mit etwa 950 Ausbildern dort vertreten.

Britischer Premierminister lobt Kanada

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Harper und Cameron

Harper und Cameron

Der britische Premierminister David Cameron hat seinem kanadischen Amtskollegen Stephen Harper seinen ersten Solo-Besuch während seiner Amtzeit abgestattet. In Nordamerika war er ohnehin, weil er in New York die Generalversammlung der UNO besucht hatte. Großbritannien und Kanada verbindet eine geschichtlich bedingte Hassliebe. Das Königreich hat lange die Geschicke Kanadas gelenkt und nur nach und nach den Übergang zu einem selbständigen Staat erlaubt. Umso wichtiger ist es für die Kanadier, sich unabhängig zu zeigen. Häufige Besuche aus England stören da nur. Und vor ein paar Monaten waren erst Prince William und Ehefrau Catherine (Katie) in Ottawa.
Der Premierminister aus England hatte denn auch nichts als lobende Worte für das zweitgrößte Land der Erde: “Keine einzige kanadische Bank fiel der weltweiten Finanzkrise zum Opfer. Kanada hatte seine Finanzen im Griff, war im Plus und zahlte Schulden zurück, so wie jemand, der das Dach repariert, solange das Wetter noch schön ist. Die Art, in der Menschen aus verschiedensten Kulturen in diese Demokratie integriert worden sind, kann uns allen ein Vorbild sein. Und Kanada bereitet sich auf eine bessere Zukunft vor. Alberta ist das Gebiet mit den besten Schulnoten in der englischsprachigen Welt. Von Blackberry bis zum Roboterarm am Spaceshuttle, der 90 Missionen lang durchgehalten hat, sind hier Innovation und Technologie zuhause. Kanada präsentiert sich moralisch klar und mit politischem Führungsanspruch.”
Die beiden Regierungschefs beraten nun darüber, wie man den Auswirkungen einer schlappen Weltwirtschaft entgegen wirken kann. Denn mit einer Exportquote von 80% ist Kanada immernoch stark an die Wirtschaft der USA gebunden. Dabei kann der Besucher aus London von den Errungenschaften der Kanadier nur träumen. Zuhause kämpft er mit hoher Arbeitslosigkeit, Überfremdung und einem wackeligen Bankensystem, das die Wirtschaft in eine neue Rezession stürzen könnte.

Pumas werden neugieriger

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Kanadischer Puma im Sprung auf Beute

Kanadischer Puma im Sprung auf Beute

Die Pumas in British Columbia sind diesem Sommer neugieriger als früher. Üblicherweise gehen bei der Polizei jährlich zwischen 20 und 40 Meldungen über Berglöwen ein, wenn sich diese in der Nähe von Siedlungen oder Wanderwegen aufhalten. Meistens lauern sie auf Bäumen oder im Bebüsch und sind für Menschen kaum zu entdecken. Nicht so dieses Jahr. Bis zum September 2011 wurde die Polzei wegen Pumas schon 140 Mal gerufen. Erst kürzlich wurden nördlich von Vancouver in der Nähe von Squamisch im Garibaldi Provicial Park drei Wildkatzen abgeschossen, nachdem sie sich ohne Scheu in einer Ortschaft bewegt, in Gärten auf Beute gelauert und die Hauskatzen der Bewohner verspeist hatten. Besorgte Bewohner blieben wochenlang in ihren Häusern und Autos.

Rihanna weckt Erinnerungen an Ausschreitungen

Mehr als eine Woche nach den gewalttätigen Ausschreitungen, bei denen in der Innenstadt von Vancouver nach dem Hockey-Endspiel des Stanley Cup 2011 Autos in Flammen aufgingen und Straßenzüge verwüstet wurden, ist wieder Ruhe eingekehrt. Grund genug für ein Update. Denn die Ausschreitungen waren in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich.

Die Täter
Eine neue Fassette ist Social Media und die Smartphones. Es wird geschätzt, dass 1 Mio. Bilder, Videos und Kommentare im Internet aus Vancouver berichteten. Damit hat nicht nur die Berichterstattung von der Basis eine neue Dimension, sondern auch die Fahndung nach den Tätern. Noch in der Nacht entstanden Seiten, auf denen Täterfotos zur Identifikation einluden. Die Polizei geriet dabei ins Hintertreffen, denn keine Staatsmacht kann soviele Kameras installieren und Ermittlungen anstoßen wie das Volks selbst. Verärgerte Vancouverites ergriffen die Initiative. Schon am nächsten Tag wurden Teenager aus ihren Klassenzimmern abgeführt. Berichte darüber führten dazu, dass sich viele lieber gleich selber bei der Polizei stellten.

Die Polizei
In vielen Ländern ist die Polizei verhasst und wird von der Bevölkerung als nötiges Übel wahrgenommen. Nicht so in Vancouver. Die Ausschreitungen konnte sie zwar nicht verhindern, doch in der Folge wurde sie mit Liebesbezeugungen überschüttet. Egal ob Twitter, Facebook, die Lokalzeitungen oder die Bretter in der Innenstadt – überall sieht man Herzchen und freundliche Danksagungen. Auch wenn man die Beamten auf der Straße zu den Ermittlungen befragt, geben sie ohne Eile Auskunft. Die ganze Stadt verfällt geradezu in Selbstverliebtheit. In einer spontanen Aktion versammelten sich Bürger um ein Polizeiauto und beklebten es mit kleinen Klebezetteln.

Die Opfer
Opfer der Ausschreitungen waren primär Autobesitzer und Geschäftsinhaber. Die werden von ihren Versicherungen entschädigt. Sekundär hat das Image der Stadt eine Schramme. Dagegem gibt es keine Versicherung. Doch nicht nur der Bürgermeister Gregor Robertson bemühte sich schnell um Besserung. Am Tag nach den Ausschreitungen strömten 8000 freiwillige Helfer mit Besen und Schaufeln in die Innenstadt und räumten auf. Nach 24h sah alles wieder aus wie vorher, abgesehen von den Brettern vor einigen Fenstern. Diese werden nun von Touristen und Bewohnern der Stadt als Mahnmal verwendet. Ähnlich wie nach dem Einsturz des World Trade Centers in New York haben die Menschen das Bedürftniss, ihre Gefühle öffentlich zu zeigen. Vancouver hat damit kulturell sogar gewonnen.

Rihanna nutzt das Trauma
Die Ausschreitungen waren nicht die ersten, und viele fürchten, es könnten auch nicht die letzten gewesen sein. Da ist man derzeit sensibel, wenn es um Gewalt geht. So wirkte es etwas unglücklich, dass die beliebte Sängerin Rihanna nur 10 Tage nach den Ausschreitungen in Vancouver zwei Konzerte gab, bei denen im Verlauf der Bühnenshow Demonstranten auf Autos einschlugen. Die Presse hat dies sofort aufgegriffen und daraus eine Schlagzeile gemacht. Rihanna wird es überleben. Und Vancouver auch.

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Fähnchen nach Ausschreitungen in Vancouver

Liebesfähnchen nach Ausschreitungen in Vancouver


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Vancouver Polizeiwagen

Vancouver Polizeiwagen


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Nachricht auf Bretterwand

Nachricht auf Bretterwand

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Vancouver wird geputzt

Vancouver wird geputzt

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Rihanna

Rihanna

Stanley Cup 2011 – der Traum wird zum Albtraum

Alles hatte gut angefangen. Die Vancouver “Canucks” spielten am 15.06.2011 in Boston gegen die lokale Hockeymannschaft “Bruins” um den begehrten Stanley Cup. Es war das Finale. Wer dieses Spiel gewinnt, gewinnt auch den Pokal. In den Straßen von Vancouver versammelten sich die Fans vor Großleinwänden. Die Bekannteste stand direkt vor dem Gebäude der staatlichen Rundfunkanstalt CBC auf der Georgia Street, die dafür gesperrt worden war. Es war ein schöner, sonniger Mittwoch, den die Fans frei genommen hatten. Viele rechneten nicht einmal mehr mit dem Sieg der Canucks, die das Glück in den letzten Spielen gegen die Bruins verlassen hatte. Zur Großleinwand gingen sie trotzdem, wegen des Volksfestcharakters, den Hockey-Events in Kanada haben. Die Kneipen waren von Granville Street bis Yaletown randvoll mit langen Schlangen vor der Tür. Am Eingang fand man regelmäßig ein Schild “Kapazität erreicht, bitte kommt später wieder”. So blieben die Straßen voller Menschen. Nach den Unruhen von 1994 hatte die Polizei Einsatzkräfte an allen strategisch wichtigen Orten positioniert.

Das Spiel verlief erwartungsgemäß schlecht. Die Canucks verloren 4:0 gegen das überlegene Team aus den USA, das damit den Cup nach Boston holte. Die Fans kehrten in Bars und Restaurants ein, oder nahmen den Zug oder Bus nach Hause. An der Großleinwand auf der Georgia Street kam es jedoch zu Kravallen, bei denen unzufriedene Fans aufgestellte Klohäuschen umwarfen. Der Eingang der Bank of Montreal wurde zertrümmert und Klohäuschen und Mülleinmer angezündet. Die Polizei versuchte, die Menschenmenge zu zerstreuen und sie mit Zäunen vom Geschehen fernzuhalten. Damit wurde der Schaden jedoch vergrößert, denn nun randalierten die oft völlig alkoholisierten Rowdies in den Nebenstrassen. Als die Nacht herein brach, nahm das Chaos zu. Fensterscheiben von Gebäuden wurden überall in der Innenstadt eingeschlagen, Zeitungskästen umgekippt, Auto umgeworfen und angezündet. Randalierer tanzten auf zwei eroberten Polizeiwagen, die sie später anzündeten. Auch in Parkhäusern gingen viele Pkw in Flammen auf. Schließlich setzte die Polizei Tränengas ein.

Berichten zufolge stürzte ein Mann vom Georgia Viaduct, ein anderer fiel aus dem dritten Stock. Die Polizei eilte zu einem Opfer mit Messerstichen in der Magengegend. Als es auf Mitternacht zuging, schien der Vollmond auf verwüstete Straßen, die an einen Kriegschauplatz aus dem Mittleren Osten erinnerten. Einsatztruppen sammelten sich immernoch in der Robson, Seymour, Richards und Georgia Street. Löschzüge der Feuerwehr eilten zu brennenden Autos. Vor allem Nobelkarossen waren das Ziel der verärgerten Menge. Immernoch hörte man das Knallen von Tränengasgranaten, und je nach Windrichtung konnte man schnell zum Opfer einer unsichtbaren CS-Wolke werden, die Nase und Mund wie Feuer brennen ließ und die Sicht nahm. Schaulustige füllten inzwischen die Straßen. Plünderer holten sich aus den zertrümmerten Autos, was die gebrauchen konnten, und machten stolz Fotos von einander. Dass Polizei und Feuerwehr nur 20m weiter mit brennenden Fahrzeugen zu kämpfen hatten, störte sie nicht. Immer wieder war “Fuck the Bruins” zu hören.

Doch nicht jeder war ein Täter. Die Kneipenbetreiber und Restaurantbesitzer waren von der Polizei aufgefordert worden, früher zu schließen und die Gäste nach Hause zu schicken. Man wollte soviele Leute wie möglich aus der Innenstadt bringen. Eine Busgesellschaft stellte aus Angst vor dem Verlust der Fahrzeuge den Busverkehr ein. Eine andere sah eine Werbegelegenheit und sprang ein. Skytrain funktionierte bis in die Nacht. Doch wer in der Innenstadt oder im Westend wohnt, der hatte Pech. Entweder war die Gegend um das Haus gesperrt, oder der Weg dorthin war voller Polizei und Tränengas. Wütende Menschen füllten die kleinen Nebenstraßen, ein Mädchen lag zusammengebrochen am Boden und heulte, ein zweites kümmerte sich um sie. Einbrecher erkannten ihre Chance. Während die Polizei in der Innenstadt beschäftigt war, kletterten sie über Baugerüste in unbewachte Gebäude.

Zur Stunde kreisen immernoch Hubschrauber über der Innenstadt. Das Internet voll mit Fotos und Sympathiebezeugungen für die eine oder andere Seite. Die Polizei hat um die Mithilfe bei der Suche nach den Tätern gebeten. Sie möchte Fotos von Straftaten und Namen von bekannten Personen. Auf Facebook wurde eine Seite eingerichtet, auf der jeder Täter per “Tag” identifizieren kann. Im Internet wurde noch in der Nacht die Nachricht verbreitet, dass 2000 Helfer freiwillig die Schäden in der Stadt beseitigen helfen wollen. Den Schaden am Image werden sie jedoch nicht so schnell reparieren können. Denn ob Vancouver offiziell weiterhin mit dem Slogan “Lebenswerteste Stadt der Welt” Immobilieninvestoren anziehen kann, ist nach einem solchen Ereignis fraglich.

Stanley Cup: Canucks machen es spannend

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Mit den Canucks im Stadion

Mit den Canucks im Stadion

Das Vancouver Hockey-Team macht es spannend: Noch nie hat die Mannschaft den Stanley Cup gewonnen. Dieses Mal soll sich das ändern. Nach einer Reihe selbst von hartgesottenen Fans unerwarteter Siege steht die Mannschaft im Finale, in dem der Beste aus sieben Spielen den Cup gewinnt. Vancouver hat bereits drei Punkte, es fehlt also nur noch ein Spiel. Der Erzrivale stammt aus dem Nachbarnland USA. Die Boston Bruins waren bereits mehrfach ein Gegner, den die Canucks besiegen konnten. Die Fans zuhause in Vancouver tobten, die Polizei machte Granville und Georgia Street dicht und sammelte Truppen in den Nebenstraßen. Denn 1994 waren in Downtown Vancouver Kravalle ausgebrochen, nachdem die New York Rangers den Stanley Cup gegen die Canucks gewonnen hatten. Damals wurde bis in die Nacht mit Schlagstöcken und Tränengas gegen randalierende Fans gekämpft.

Dieses Mal wollten die Ordnungshüter nicht die Kontrolle verlieren. Das Aufgebot war jedoch überdimensioniert. Die friedlichen Fans sammelten sich wie immer beim CBC Gebäude auf der Georgia Street und schauten das Spiel in Boston auf einer Großleinwand an. Zu Schaden kam niemand. Es gab keinen Anlass zur Sorge, denn die Getränkemärkte hatten bereits ab 16 Uhr geschlossen, um Kampftrinken zu vermeiden. So wurden wilde Fans durch Familien mit Kindern ersetzt, für die das Ereignis zu Sonntagsausflug wurde.

Schließlich gewannen die Boston Bruins jedoch mit 5 zu 2 und machten die Spannung damit noch unerträglicher. Denn am Mittwoch folgt nun das alles endscheidende Spiel, das die Canucks gewinnen müssen, wenn sie den Stanley Cup zum ersten Mal nach Vancouver holen wollen. Gelingt dies, so dürfte die Polizei doch noch zum Einsatz kommen. Nach dem letzten siegreichen Spiel vor ein paar Tagen war die Stadt bis spät in die Nacht eine einzige Partyzone.

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Vancouver Canucks in Action

Vancouver Canucks in Action

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Vater mit kleinem Canucks-Fan

Vater mit kleinem Canucks-Fan

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Polizei mit Harley Davidson

Polizei mit Harley Davidson

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Hockey-Fans schwenken traditionell Handtücher

Hockey-Fans schwenken traditionell Handtücher

Kostenlos essen auf EAT!Vancouver

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Käse aus der Schweiz

Käse aus der Schweiz


Unter dem Namen EAT!Vancouver fand vom 10. bis zum 12. Juni 2011 im neuen Convention Center eine Messe rund ums Essen und Trinken in Kanada statt. Kaum jemand weiss, dass das zweitgrößte Land der Erde neben Schneebällen und Eiszapfen eine Menge kulinarischer Spezialitäten zu bieten hat. Die Palette der ausgestellten Waren reichte von heimischem Käse über Honig bis zu Brot und Bier. Dabei ist man in Deutschland doch immernoch der Meinung, dass die Kanadier nur Weissbrot essen. Doch das stimmt eben nicht.

Neben Vollkorn- und Sauerteigbrot aus der Bäckereikette Cobs Bread, das ürbigens so gut schmeckt, dass man eigentlich keinen Belag mehr braucht, gab es auch kleine Anbieter wie Monkey Toast aus Horseshoe Bay in West Vancouver. Die Besitzerin der Mini-Unternehmung hat ihre kleinen Brotchips zu ihrem Beruf gemacht und wurde auf der Messe von großen Ladenketten wahrgenommen. Die kleinen lokalen Anbieter sind auf Messen wie EAT!Vancouver angewiesen, um die Aufmerksamkeit der Großabnehmer zu erlangen. Ein Video dazu gibt es bei CTV.

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Kanadisches Bier

Kanadisches Bier

Natürlich präsentierten sich auch die großen der Branche mit ihren Produkten. Und aus dem Ausland waren Käse- und Schokoladenspezialitäten aus der Schweiz ebenso vertreten wie Lychee-Limo (Neudeutsch: Litschi) aus Japan und Fairtrade-Kaffee aus Südamerika. Der Eintritt von $16 machte sich schnell bezahlt, denn an allen Ständen konnte man soviel probieren, wie man wollte. Da ging keiner der mit leerem Magen nach Hause.

Donuts-Feiertag

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Kanada Donuts

Kanada Donuts

Das ist selbst in Kanada den wenigsten bekannt: Donuts haben einen eigenen Feiertag! Am ersten Freitag im Juni werden damit die Donuts gefeiert, die im ersten Weltkrieg an die Truppen ausgegeben wurden. Ob dies kampfentscheidend war, ist allerdings nicht bekannt. Hier noch ein paar interessante Infos zu Donuts:

  • Der Name “Donut” ist eigentlich eine Abkürzung des Wortes “Dough Nut”. Damit ist auch erklärt, warum Donuts nicht nur als Ring existieren. Exotische Formen finden sich in Kanada und den USA.
  • Viele Kanadier glauben, dass Donuts in Kanada erfunden wurden. Wikipedia bietet zwar eine andere Erklärung, doch das stört die Patrioten nicht, wie das Bild zeigt.
  • Während in den USA mehrere Donut-Ketten existieren, z.B. Dunkin’ Donuts oder Krispy Kream, gibt es auch sehr gute einzelne Donuts-Cafes. In Kanada ist Tim Horton’s unangefochten die Nummer 1. Mit Cafes an jeder Ecke, viele davon 24h geöffnet, finden sich Donuts in Vancouver rund um die Uhr.

Internet kostenlos in Vancouver

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Internet bei Starbucks

Internet bei Starbucks

In der Medien-Metropole Vancouver ist Internetzugang ein wichtiges und unverzichtbares Gut. Wer hier wohnt, der hat meistens auch einen Hausanschluss. Doch wer als Tourist in die Stadt kommt, der sollte sich überlegen, wie er online gehen kann. Denn heutzutage ist in Nordamerika von Shopping Coupons über Freundeskreise bis zur Verkehrsplanung fast alles online. Smartphones machen es möglich. Die Verträge der Handyanbieter laufen jedoch in der Regel zwei Jahre – unattraktiv für Touristen. Prepaid-Karten haben ebenfalls sehr unattraktive Konditionen. Wer mehr als einen Monat bleibt, kann bei “Wind” sein Glück versuchen. Das ist der einzige Handy-Anbieter, der keine Vertragslaufzeit hat. Allerdings verwenden die Telefone das AWS-Netz, das mit dem deutschen UMTS inkompatibel ist. Man braucht also wahrscheinlich ein neues Telefon. Doch es gibt weitere Zugangsmöglichkeiten an jeder Ecke. Neben den großen Hotels bieten die Coffee Shops kostenlos Internet. Und davon gibt es gleich drei große Ketten: Starbucks, Waves und Blenz. Diese Cafes sind voller Studenten mit Laptops. War der Zugang vor ein paar Jahren noch unbeschränkt, so muss man nun an der Theke nach einem Passwort fragen. Doch das ist ja kein Problem. Zusätzlich bieten auch andere Stellen Zugang, wenn man fragt. Vancouver ist im Innenstadtbereich gut versorgt. In den Außenbezirken sieht es da anders aus. Dort muss man schon in der Nähe von Geschäftsstrassen bleiben, denn die Zugangspunkte in Privathäusern sind inzwischen meistens verschlüsselt.

Rauchen ist out in B.C.

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Christy Clark

Christy Clark

Kaum ist Christy Clark neue Premierministerin in British Columbia, da beginnt sie damit, ihre neue Rolle für gute Zwecke zu nutzen. Obwohl die Provinz die wenigsten Raucher in ganz Kanada hat, führt Rauchen zur größten Zahl vermeidbarer Todesfälle – von vermeidbaren Kosten für das Gesundheitssystem ganz zu schweigen. So hat Christy Clark eine neue Kampagne gestartet, die Nichtrauchen erleichtern soll. Raucher können ab September Nikotinpflaster und -kaugummis kostenlos beziehen. Das kostet die Regierung 25 Mio. Dollar. Doch das sei eine gute und richtige Investition in die Gesundheit der Bürger, meint Clark, deren Provinzregierung jährlich 382 Mio. Dollar durch Steuern auf Tabakerzeugnisse einnimmt. Die Westküste ist von einem anhaltenden Trend zu Natur und gesundem Lebensstil geprägt, und die Politik sollte dies unterstützen.

Vancouver teurer als New York

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Chinesisches Immobilienmagazin in Vancouver

Chinesisches Immobilienmagazin in Vancouver

Die Nachfrage aus dem Ausland macht’s möglich: Vancouver hat inzwischen höhere Immobilienpreise als New York oder London. Im Vergleich mit allen anderen Weltstädten in englischsprachigen Ländern rangiert Vancouver inzwischen auf dem dritten Platz nach Hongkong und Sydney. Grund für die hohe Nachfrage und die dadurch hohen Preise ist Geld aus Asien, vor allem China. Dort suchen reiche Familien nach Investitionsmöglichkeiten, und nachdem die chinesische Regierung ungebremster Spekulation einen Riegel vorgeschoben hat, fließt das Geld vor allem in die Städte, in denen sich schon große chinesische Gemeinden befinden. Vancouver ist da ganz vorne mit dabei. Nach Toronto hat es in Kanada die zweitgrößte Anteil an Exil-Chinesen. War früher vor allem Richmond im Süden Ziel von Immobilenkäufen, so meiden Käufer dieses Gebiet seit dem Erdbeben in Japan. Richmond liegt auf Meereshöhe und wird nur durch einen Deich vor Überflutung geschützt. Käme eine Tsunami-Welle, würde Richmond einfach weggespült. Neu ist diese Erkenntnis freilich nicht. Schon seit Jahren lassen sich geologische Gutachten im Internet aufrufen, die davor warnen. Nun bevorzugen die Käufer Grundstücke in West Vancouver. Die Hanglage bietet mehr Sicherheit und zudem eine schöne Aussicht. Die Lionsgate Bridge war bisher das Nadelöhr, das zu Stoßzeiten zu langen Staus führte und den Einkauf in chinesischen Stadtteilen erschwerte. Doch in North und West Vancouver eröffnen immer mehr asiatische Geschäfte. So ist das Leben dort inzwischen auch für wohlhabende Chinesen akzeptabel. Als zweites Gebiet ist die Gegend zwischen der Universität UBC und Kitsilano südlich von Downtown ein Ziel der Spekulanten. Hier ist der Kaufpreis für ein Durchschnittshaus inzwischen auf zwei Millionen Dollar gestiegen – unbezahlbar für eine kanadische Durchschnittsfamilie, die statistisch über ein Haushaltseinkommen von 63000 Dollar verfügt.

Parkgebühren in British Columbia abgeschafft

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Garibaldi Park

Touristen im Garibaldi Park

Die erst kürzlich neu angetretene Premierministerin der Provinz British Columbia, Cristy Clark, hat bekannt gegeben, dass zum 100-jährigen Jubiläum des BC Park Systems die Parkgebühren auf 0 gesetzt werden. Parken ist damit in allen Parks der Provinz kostenlos. Jährlich besuchen 20 Mio. Menschen die Parks in British Columbia, und dieses Jahr sollen es noch mehr werden. Auch wenn die Zahl hoch klingt, so ist die Provinz, die in weiten Teilen von den Rocky Mountains durchzogen wird, eher menschenleer. Nördlich von Vancouver liegen der Pinecone Burke Park, der Golden Ears Park und der große Garibaldi Park, der sich zwischen Squamish und Wistler erstreckt. Die Natur mit ihren Seen und Bergen ist in British Columbia zwar nicht mehr völlig unberührt, doch die Wälder gelten als die größten Regenwälder der gemäßigten Zone und sind nicht mit der gepflanzten Monokultur vergleichbar, die man aus Deutschland kennt. Ein Besuch in den BC Parks lohnt nicht zuletzt auch deswegen, weil man damit ein wichtiges Stück kanadischer Normalität erlebt. Die Naturverbindenheit ist in Kanada wesentlich ausgeprägter als in Europa, selbst wenn die Menschen in modernen Städten wie Vancouver wohnen.

Konservative gewinnen Wahlen in Kanada

In Kanada wurde am 02. Mai 2011 gewählt. Wer jedoch glaubt, dass das Ergebnis am Abend feststand, der irrt. Etliche Bezirke müssen erneut ausgezählt werden. So sind die Zahlen, die die unabhängige Prüfstelle inzwischen veröffentlicht, nur vorläufig. Doch am Ausgang dürfte sich nicht viel ändern. Abermals sind die Konservativen unter der Führung von Ministerpräsident Stephen Harper stärkste Kraft im nördlichsten Land des Kontinents geworden – oder besser gesagt geblieben. Mit einem weltweiten Rohstoffboom verdiente sich Kanada in letzter Zeit im wahrsten Sinne des Wortes eine goldene Nase. Und während der Nachbar USA die Staatsfinanzen durch Bankenrettungen überstrapazierte, war Kanada das einzige Industrieland, in dem keine einzige Bank vom Staat Hilfsmittel benötigte. Denn vom Hypothekenpoker an der Wallstreet hatten die kühlen Köpfe im Norden die Finger gelassen. Auch in British Columbia, wo Vancouver liegt, haben die Konservativen klar die Nase vorn, wie die unten stehende Tabelle zeigt. Damit wird auch an der Westküste die Politik fortgsetzt, die Wohlstand und Wirtschaft mit Natur und Erholung zu verbinden versucht.

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Wahlgewinner Harper

Wahlgewinner Harper

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Vorläufiges Ergebnis in British Columbia

Vorläufiges Ergebnis in British Columbia

Feuer in Downtown Vancouver

Feuer in Vancouver

Feuer in Vancouver

Manchmal spielt der Zufall mit, wenn vor der eigenen Haustür etwas passiert. Denn eine Webcam vom Wohnzimmerfenster hat diesen Gebäudebrand aufgefangen, der sich am 02. Mai 2011 gegen 6 Uhr morgens in Downtown Vancouver ereignet hat. Sofort kreisten die Hubschrauber über der Stelle im Stadtteil Westend, und die Löschzüge trafen an der Einsatzstelle ein. Zunächst war grauer Rauch aus einem alten Einfamilienhaus aufgestiegen, dann ging das Gebäude in Flammen auf. Der Wind blies ihn Richtung Yaletown und hüllte ein nebenstehendes Hochhaus völlig in Rauch ein. Die Bewohner wurden von der Feuerwehr evakuiert. Nach einer Stunde war der Brand gelöscht. Wie die Polizei mitteilte, wurden bisher keine Opfer im Haus gefunden, das offiziell als unbewohnt galt. Doch man nimmt an, dass Obdachlose oder Hausbesetzer das leerstehende Gebäude als Unterschlupf benutzt haben. Eigentlich war das Gelände eingezäunt, da das alte Holzhaus bald einem Neubau weichen sollte. In Nordamerika werden nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch größere Einheiten im wesentlichen aus Holz erreichtet. Nur große Hochhäuer und Bürogebäude sind aus Beton und Stahl.
Das Holzhaus vor dem Brand

Das Holzhaus vor dem Brand

Haus in Flammen

Haus in Flammen

Berühmte Cranberries

Cranberry-Laden in Fort Langley

Cranberry-Laden in Fort Langley

40km südwestlich von Vancouver liegt Fort Langley. Der Ort hat ein paar Sehenswürdigkeiten zu bieten, die man nicht sofort vermuten würde. Dort gibt es Cafes und Boutiquen. Die Gegend ist für Cranberries bekannt, eine gute Quelle für Vitamin C. Sie waren früher schon von wirtschaftlicher Bedeutung und werden heute noch verkauft. Ein Spezialgeschäft befindet sich in einem Hinterhof der “Gasoline Alley”. Dort kann man Cranberry-Honig, Marmelade- und sogar Salat-Dressing kaufen. Der Laden ist klein. Doch was der Besucher nicht erahnt ist eine Geschäftsverbindung mit dem größten amerikanischen Öko-Supermarkt Wholefoods. Denn an den verkauft der Laden seine Cranberry-Produkte. Eine Website hat der Laden auch. Hier der Link: http://www.cranberriesnaturally.com

Fazit: Mit Erfolg muss man nicht immer protzen. In Fort Langley findet sich Sehenswertes aus alter und neuer Zeit, und trotzdem bleibt alles beschaulich und authentisch. Eben Kanadisch.